1.FC Köln

DFB-Pokal: Tickets erhätlich

Achtelfinale gegen den MSV

Am 22. Dezember 2010 um 19 Uhr trifft der 1. FC Köln im Achtelfinale des DFB-Pokal auf den MSV Duisburg im RheinEnergieStadion. Nach dem souveränen 3:0-Sieg im Zweitrundenspiel gegen den TSV 1860 München will der FC auch die nächste Hürde erfolgreich nehmen und ins Viertelfinale einziehen.


Tickets ab dem 9. November verfügbar


Dauerkarteninhaber haben ab dem 9. November 2010, 8 Uhr, die Möglichkeit, für das Pokalspiel Ihren Stammplatz im Servicebereich des Online-TicketShops unter www.fc-tickets.de und unter der Servicenummer 01805 | 32 56 56 (01805 | FC KÖ LN)* zu sichern. Der Verkauf in den FC-FanShops am Geißbockheim, am RheinEnergieStadion, in den KölnArcaden in Köln-Kalk sowie im Rheincenter in Köln-Weiden startet um 10 Uhr.


Ab dem 16. November 2010 beginnt dann der exklusive Verkauf für FC-Mitglieder und Mitglieder des Fan-Projekts. Der freie Vorverkauf beginnt am 23. November 2010.



Geromel-Treffer reicht nicht aus

1:3 in Nürnberg

Der 1. FC Köln hat am Samstagnachmittag sein Auswärtsspiel gegen den 1. FC Nürnberg mit 1:3 verloren. Vor 41.000 Zuschauer im easyCredit-Stadion trafen Hegeler, Gündogan und Schieber für die Hausherren, Geromel erzielte den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich.

Vunguidica erstmals im Profikader

Nach der starken Vorstellung gegen den Hamburger SV am vergangenen Wochenende sah FC-Coach Frank Schaefer keinen Anlass, Veränderungen in der Mannschaft vorzunehmen. Erstmals auf der Bank saß der angolanische Nationalspieler José Pierre Vunguidica, der mit ansprechenden Auftritten bei der U23 auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Früher Rückstand für den FC

Der FC tat sich zu Beginn der Partie schwer im Spielaufbau und versuchte, durch lange Bälle seine Stürmer in Szene zu setzen, war dabei allerdings zu unpräzise. Die Nürnberger hatten mehr vom Spiel und näherten sich nach fünf Minuten durch einen Distanzschuss von Ekici das erste Mal dem Kasten von FC-Keeper Varvodic an (5.). In der elften Minute fiel dann etwas überraschend die Führung für die Franken: Hegeler hatte zuviel Platz am linken Strafraumeck und überwand mit einem tollen Schuss ins linke obere Toreck den chancenlosen Varvodic.

Geromel gleicht aus

Durch den Führungstreffer der Clubberer wachte der FC auf und kam besser ins Spiel. Zunächst zeigte sich Novakovic zu unkonzentriert bei einer Ballannahme in aussichtsreicher Position und kam dann einen Schritt zu spät gegen Schäfer (13.). Kurz darauf klärte Judt einen Lanig-Kopfball gerade noch auf der Linie zur Ecke (16.). Diese brachte dann den Ausgleich für den FC: Novakovic verlängerte die Hereingabe von Clemens per Kopf auf Geromel, der aus kurzer Distanz seinen ersten Saisontreffer für den FC erzielte.

Gündogan trifft mit Köpfchen

Nach dem Ausgleich zog sich der FC wieder zurück in seine Hälfte und überließ den Hausherren das Spiel. Diese taten sich in dieser Phase jedoch schwer auf der Suche nach Lücken im Kölner Defensivverbund. Ein Volleyschuss von Ekici nach einer Pinola-Hereingabe (19.) sowie ein Dropkick von Gündogan über das Tor (28.) waren noch die besten Gelegenheiten für die Franken. Kurz vor der Pause fiel dann aber doch noch die Führung für die Clubberer. Schieber flankte mit viel Übersicht von der linken Seite in den Strafraum auf den allein gelassenen Gündogan, der mit einem platzierten Kopfball Varvodic keine Chance ließ (43.). Hegeler hatte wenig später sogar noch die Möglichkeit auf 3:1 für die Nürnberger zu erhöhen, aber Salger konnte dessen Volleyschuss noch in höchster Not klären.

FC kommt druckvoll aus der Kabine

Beide Mannschaften gingen unverändert in die zweite Halbzeit. Der FC kam besser aus der Kabine und übte nun wesentlich mehr Druck aus. Gerade mal drei Minuten nach Wiederanpfiff kratzte Schäfer einen Novakovic-Kopfball mit Mühe von der Linie. Kurz darauf entschärfte der FCN-Torhüter einen Volleyschuss von Ehret (52.). Auf der Gegenseite zeigte Varvodic bei einem abgefälschten Distanzschuss von Pinola seine ganze Klasse (54.). Doch der FC blieb spielbestimmend. In der 58. Minute tankte sich Ehret gleich durch mehrere Gegenspieler durch und kam an der Strafraumgrenze zum Abschluss, aber das Leder strich knapp am linken Pfosten vorbei.

Schieber besiegelt FC-Niederlage

In der Folge war der FC zwar optisch überlegen, der Mannschaft von Frank Schaefer gelang es allerdings nicht mehr, sich klare Tormöglichkeiten zu erspielen. Die Club-Abwehr verteidigte konzentriert und machte den Kölner Angreifern das Leben schwer. Ein Konter besiegelte schließlich endgültig die FC-Niederlage. Nach einem Fehlpass von FC-Kapitän Mohamad zog Hegeler auf und davon und legte dann im Strafraum quer auf den mitgelaufenen Schieber, der ohne Probleme zum 3:1 für die Hausherren einschob. Poldi hatte kurz vor Schluss nochmal die Möglichkeit zu verkürzen, der FC-Stürmer zielte aber zu ungenau und setzte den Ball neben den rechten Pfosten, so dass es beim 1:3 aus Kölner Sicht blieb.

1. FC Nürnberg: Schäfer – Judt, Nilsson, Wolf, Pinola – Hegeler (90. Mak), Simons – Ekici (87. Cohen), Gündogan, Frantz (76. Eigler) – Schieber

1. FC Köln: Varvodic – Brecko, Mohamad, Geromel, Salger (81. Terodde) – Lanig (58. Jajalo), Matuschyk – Clemens (73. Yalcin), Podolski, Ehret – Novakovic

Tore: 1:0 Hegeler (11.), 1:1 Geromel (17.), 2:1 Gündogan (43.), 3:1 Schieber (90.)

Zuschauer: 41.000

Schiedsrichter: Markus Schmidt

Gelbe Karten: Lanig (55.); Judt (62.)




FC-Rückfall in schlimme Zeiten

Von MARKUS KRÜCKEN & ROBERT HOFFMANN
Mohamad schaut zu, wie Gündogan einköpft.
Mohamad schaut zu, wie Gündogan einköpft.
Foto: dapd
Nürnberg –  

Die Sirenen der Feuerwehrautos heulten, und die Sicherheitsleute irrten hektisch durch die Katakomben. „Das Gebäude muss geräumt werden“, schallte eine Frauenstimme durch die Lautsprecher.

Feuermelder hatten im Stadion des 1. FC Nürnberg angeschlagen. Ein Fehlalarm. Brennen tut es nach der 1:3-Pleite im Frankenland nur beim FC wieder lichterloh!

Eine Frechheit, was die Truppe der kölschen Fußballseele am Samstag antat!

Außer Adam Matuschyk („Haben blöde Tore kassiert“) und Lukas Podolski („Nur ein Torschuss, das ist zu wenig“) hatte kein Spieler den Mumm, das 1:3-Debakel bei den biederen Nürnbergern zu erklären.



Rene Fechner | Erstelle dein Profilbanner


Alles, was gegen den HSV sieben Tage zuvor so toll geklappt hatte - Einsatz, Leidenschaft, Laufbereitschaft - ließ der FC vermissen.

Interims-Coach Frank Schaefer versuchte an der Seitenlinie alles, um seine Jungs zu motivieren. Doch auch das zwischenzeitliche 1:1 durch Geromel, Kölns Besten, kippte das Spiel nicht.

Führungstorschütze Hegeler kochte Martin Lanig ab, Poldi war ohne Unterstützung bei Timmy Simons komplett abgemeldet und Novakovic konnte kaum mal ein Zuspiel unter Kontrolle bringen, die Bälle sprangen reihenweise weg.

Aus war´s mit der kölschen Offensive - und hinten lieferte Kapitän Youssef Mohamad (EXPRESS-Note 6) den schlimmsten Auftritt in vier Jahren FC-Zeit ab. Die Gegentore zum 1:2 und 1:3 muss der Libanese auf seine Kappe nehmen. Fertig war die siebte Bundesliga-Pleite beim „Club“ in Serie!

Boss Wolfgang Overath hatte genug, als Schieber in der Schlussminute mit dem dritten Club-Treffer die Partie entschied. Der Präsident sah nicht mehr, wie Trainer Schaefer die Herde auf dem Platz zusammentrieb.

Eindringlich baute der Coach die Jungs auf. Diese Szene war die einzige, die am Samstag Mut machte. „Die Mannschaft lebt. Wir sind ein Team“, sagte Matuschyk danach. Davon sah man Samstag nicht viel. Und so wird das Derby gegen Gladbach am Samstag zum echten Endspiel.

Das weiß auch Schaefer. „Ich darf mich nicht von meinen Emotionen leiten lassen“, blieb der Wunschtrainer der Fans cool. Trotz des Feueralarms stellte sich Schaefer allen Fragen. Allein. Die Versager saßen da schon lange im Bus. Für sie schrillen die Sirenen weiter - Abstiegsalarm in Köln!